Und auf einmal ist wieder alles anders…

Hallo, ich bin es noch mal, Nelson auch „Nellyo“ genannt, der Hund der beiden reisenden Menschen, die mich quer über meinen Kontinent liefen lassen. Ich muss euch einiges erzählen, denn es ist vieles passiert, seitdem ich das letzte Mal von meinen Eindrücken berichtet habe. So viele großartige Pipi-Bäume und Felsen und Strände, die ich als Meins markiert hab. Zuerst aber muss eine Sache klargestellt werden: Ich mag Autofahren nicht oder irgendeine andere Art bewegt zu werden, ohne meine vier Samtpfoten selber zu benutzen. Naja, Samtpfoten sind es ja auch nicht mehr ganz. Die vielen steinigen Küsten und Wege haben meine Füße stark und robust werden lassen. Mir hat sich sogar einmal die Haut vom Fuß abgelöst, das aber zum Glück erst nachdem wir aufgehört haben jeden Tag zu laufen.

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Lang, lang ist’s her…

Als wir das letzte Mal von uns hören ließen, sind wir gerade in Zaragoza angekommen und waren gespannt auf die anstehenden Aufgaben. Dass wir länger nichts geschrieben haben lag ausschließlich an unserem nicht so abwechslungsreichen Alltag. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Zeit keine gute war. Die letzten zwei Monate kehrte bei uns schlicht der Alltag ein; die Tage waren strukturiert und die Aufgaben mehr oder weniger klar verteilt. Weiterlesen

Neujahrswünsche

Zuerst möchten wir uns für die vielen lieben Weihnachtsgrüße bedanken. Außerdem möchten wir nochmal ausdrücklich allen hilfsbereiten und freundlichen Menschen, denen wir im letzten Jahr begegnen durften, Danke sagen. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Seit einigen Monaten stand fest, dass A eine Weihnachtsüberraschung machen möchte und wir über die Feiertage nach Berlin fahren werden. L&N schließen sich gerne an, Familie und Freunde wollen natürlich gesehen und gedrückt werden. Kleine Notlügen waren jedoch nötig, um den Schein zu wahren; die Überraschung gelang.

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Ein Gespräch zweier Wanderer

„Erinnerst du dich noch an den Anfang dieser Reise?“

„Ja klar, tagelanges Schwitzen, hoch die Berge und runter die Berge. Als würde ich das vergessen!“

„Weißt du noch wie lange wir unterwegs waren?“

„Meinst du insgesamt, pro Tag oder was meinst du?!?“

„Ja na insgesamt. Es fühlt sich an, als wäre das alles schon sehr lange her… ich weiß nicht, ob meine Erinnerung mich trügt.“

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Die Europäische Union

Geboren in Deutschland, erzogen mit Berliner Hintergründen, aufgewachsen in Europa. So könnte man uns beschreiben. Ein Teil der Gesellschaft, zwar ein nicht normativer Teil, jedoch ein aktives Mitglied in dieser Wirtschaftsunion. Erst vor 25 Jahren wurde die Union Europäischer Staaten gegründet. Die europäische Gemeinschaft mit dem Ziel wirtschaftliche Freiheiten zu erlangen und Handel zu fördern, würde bereits 1957 gegründet. Wir würden gerne daran teilhaben, jedoch sind gewisse Dinge nicht einfach so zu bekommen.

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Sitges

„Sitges ist ein atemberaubender Ort direkt am Mittelmeer mit allem, was man braucht“, so oder so ähnlich schwärmten andere von unserem nächsten Zwischenziel. Nach über acht Stunden Autofahrt erreichten wir aber zunächst Barcelona. Gegen halb zwei nachts, es begann zu nieseln, als wir entluden, standen wir am Rande der Stadt und suchten uns einen einigermaßen ebenen Stellplatz in den Bergen, die diese Stadt umgeben. Die erste Nacht im Zelt ohne Wagen war sehr kuschelig – irgendwo mussten die große Rucksäcke ja hin und in dem extra kleinen, leichten Zelt ist wenig Platz. Wir schafften es trotzdem alles irgendwie unter die Zeltplane zu schieben. Wie ein Stilelement in einer klassischen Komödie fing es in diesem Moment an richtig zu regnen. Es sollte die nächsten drei Tage so bleiben… Nach ein paar Stunden Schlaf im klammen und engen Zelt packten wir wieder zusammen, fanden ein trockenes Plätzchen zum Frühstücken und stiegen kurze Zeit später in die Metro, die uns nach Sitges bringen sollte. Vielleicht wegen des vielen Gepäcks, vielleicht wegen des nassen Hundes, vielleicht auch wegen unserer zerknautschten Gesichter, wurden wir neugierig von allen Seiten beäugt. „Aliens in Barcelona“ tauften wir unseren ersten Aufenthalt in dieser Stadt. Nach über einer Stunde Fahrt erreichte der Zug den Bahnhof von Sitges. Der Ort war aufgrund des Regens sehr leer und uns gefiel, was wir sahen. Nach einem Kaffee und einer kleinen Stärkung im (Zitat) „besten Kebab der Stadt“ holen uns unsere Gastgeber ab und führen uns zum Haus, das wir bewohnen und wieder herrichten sollen.

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Das war unser Frankreich

Spontan finden wir Freitag Vormittag eine Mitfahrgelegenheit, die am selben Tag von Poitiers nach Barcelona fährt. Spontan buchen wir diese Fahrt und spontan verlassen wir Frankreich. Während wir mit zwei Peruanern im Auto sitzen und eine spanische Atmosphäre uns umgibt, lassen wir unsere Zeit in Frankreich Révue passieren. Eins vorne weg; wir sind hauptsächlich durch den Grand-Est und an Kanälen entlang gelaufen, haben fast eine Woche in der Nähe von Troyes verbracht, bevor wir dann über eine Woche bei einer lieben Familie in Payré verbringen durften. Sowohl der Westen als auch der Süden warten also immer noch auf einen intensiveren Besuch 🙂

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Das erste Mal

Die stundenlange Recherche und unsere Geduld haben sich ausgezahlt! Wir sind bei unseren ersten Hosts und haben die Chance mit einer fünfköpfigen Familie zu essen, zu arbeiten, zu spielen und zu leben.

Am Sonntag, den 14.10., exakt vier Monate nach unserem Start haben wir uns von unserem hassgeliebten Wagen getrennt. Ein tunesischer Florist hat sich diesem angenommen und wird sich um den weiteren Verkauf kümmern. Zur Krönung unserer Begegnung hat er uns zu seiner Familie und zum Essen eingeladen. Wir kommen in den Genuss tunesisches Essen zu probieren.

So gut zubereitetes Fleisch habe ich lange nicht gegessen!

Im Anschluss führt uns der Florist durch Troyes – die Stadt ist völlig unterschätzt mit ihren kleinen Gässchen und dem mittelalterlichen Fachwerkhaus-Charme.

Die Stadtführung ist jedoch kurz, weil unser Blablacar nach Poitiers 18 Uhr abfährt. Punkt 6 sitzen wir, nachdem wir uns vom Floristen verabschiedet haben, im Auto. Fünf Stunden später sind wir da und warten am Bahnhof aufgeregt auf Verona. Sie holt uns ab und fährt uns ins nächste Abenteuer.

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